Jobcenter

Jobportrait: Ausbildung Personaldienstleistungskaufmann/-frau

verfasst von Andreas Fuchs - 15.02.2023

Blogeheader Personaldienstleistungskaufmann

 

Qualifiziertes und engagiertes Personal auszuwählen und zu betreuen war bisher vor allem die Aufgabe der Personalabteilung eines Unternehmens. Insbesondere, wenn man sich den anhaltenden Trend des Fachkräftemangels vor Augen hält wird klar, dass diese Aufgabe häufig vor allem mittelständische Unternehmen zunehmend überfordert.

Immer mehr Unternehmen überlassen inzwischen ihr gesamtes Personalwesen speziellen Dienstleistern, statt eine eigene Personalabteilung zu betreiben oder bestimmte Mitarbeiter mit Personalaufgaben zu betrauen. Durch diese Entwicklung sind immer mehr spezialisierte Personaldienstleistungsunternehmen entstanden, die nicht nur Personal rekrutieren und vermitteln, sondern auch sämtliche Aufgaben im Bereich des Personalwesens übernehmen.

Sie interessieren sich für eine Karriere im Personalwesen - als spezialisierter Personaldienstleister? Sie möchten eine Ausbildung beginnen oder sind bereits im Personalmanagement tätig und erwägen eine Weiterbildung? Im Folgenden erfahren Sie mehr über den Beruf des/der Personaldienstleistungskaufmanns/-frau, die entsprechende Ausbildung und Weiterbildung sowie über Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven in diesem Job.

 

Ein neues Berufsbild im Bereich Personalwesen: Personaldienstleistungskaufmann/-frau 

Mit den neuen Methoden im Personalmanagement ist auch ein neues Berufsbild entstanden: der Job des Personaldienstleistungskaufmanns bzw. der Personaldienstleistungskauffrau.  Die ersten Absolventen haben im Jahr 2010 ihre Ausbildung abgeschlossen.

Als Personaldienstleistungskaufmann/-frau übernehmen Sie alle typischen Arbeiten des Personalwesens und fungieren zudem als "Schnittstelle" zwischen einem Unternehmen und dem Personal, das dieses sucht und beschäftigt. Dabei liegt der grundlegende Unterschied zwischen der Tätigkeit als Personaldienstleistungskaufmann/-frau und der eines Mitarbeiters in der Personalabteilung eines Unternehmen in der doppelten Interessensvertretung: Ein Personaldienstleister hat die Anliegen des stellenausschreibenden Unternehmens ebenso im Blick wie die der stellensuchenden Bewerber.

Ein Job mit vielfältigen Aufgaben

Sehr häufig geht es im Bereich Personalwesen bzw. Personalmanagement um Personalbeschaffung. Der/die Personaldienstleistungskaufmann/-frau analysiert die zu besetzenden Stellen und entwickelt daraus die entsprechenden arbeitsplatzbezogenen Anforderungen an die Bewerber. Aus dem Anforderungsprofil wird die entsprechende Stellenausschreibung formuliert und in gezielt ausgewählten Medien veröffentlicht u. a. Tages- und Fachpresse, Online-Jobbörsen wie indeeed oder Stepstone, sowie auf Social Media.

Nach dem Bewerbungseingang gleicht der Personaldienstleistungskaufmann/-frau das Bewerberprofil mit dem Anforderungsprofil ab und lädt die passendsten Bewerber zum Vorstellungsgespräch ein. In den meisten Fällen findet das Gespräch direkt beim suchenden Unternehmen statt.

Zur Personalbeschaffung gehören daneben auch Personalplanung, die Zusammenstellung von Einstellungsdokumenten und der Abschluss von Verträgen sowie Marktbeobachtung und -analyse.

Und das sind noch längst nicht alle Aufgaben einer Fachkraft für Personalmanagement. Ihm/ihr obliegen ebenso alle weiteren Tätigkeiten des Personalwesens, also der gezielte Personaleinsatz, die Personalführung und -betreuung sowie die Personalentwicklung (z. B. Planung und Organisation von Schulungen und Weiterbildungen, Feedback- oder auch Entlassungsgespräche mit Mitarbeitern, Schreiben von Beurteilungen). Auch für die gesamte Personalsachbearbeitung sind Personaldienstleistungskaufleute häufig zuständig, also z. B. für das Anlegen und die Führung von Akten, die Dokumentation von Fehlzeiten und Urlaubstagen, Entgeltabrechnungen oder Information der Mitarbeiter über Belange des Arbeitsrechts, der Arbeitssicherheit usw. Nicht zuletzt gehört auch Steuerung und Controlling zu den Aufgaben dieser Dienstleister, etwa Kostenerfassung, Erstellung und Auswertung von Statistiken oder das Verfassen von Berichten für die Unternehmensleitung.

Für ihr eigenes Unternehmen führen Personaldienstleistungskaufleute häufig Marketingmaßnahmen und Auftragsakquisition durch, sind also auch mit der Gewinnung von Neukunden befasst.

Warum sich die Ausbildung / Weiterbildung zum Personaldienstleistungskaufmann/-frau  lohnt

Die Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann/-frau oder -kauffrau ist vielleicht die vielseitigste Ausbildung im Personalwesen. Das bietet viel Abwechslung und Spielraum, um nach dem Abschluss eine geeignete Spezialisierung zu finden. Die Beschäftigungsmöglichkeiten nach der Ausbildung sind als Personaldienstleistungskaufmann oder -kauffrau (m/w/d) ausgesprochen vielfältig. Beispiel gefällig? Unsere Kollegen und Kolleginnen, die einmal als Auszubildende bei Tintschl gestartet sind, arbeiten inzwischen alle mit einem eigenen Schwerpunkt.


Personaldienstleistungskaufmann-Personalfachkaufmann---TINTSCHL-AG.opt

Simon ist vor allen Dingen als Recruiter tätig - verfasst und platziert Stellenausschreibungen, sichtet Bewerbungen, organisiert und begleitet den Recruitingprozess für Kunden von TINTSCHL. Darüber hinaus verantwortet er Employer Branding und Personalmarketing des Unternehmens und damit den Außenauftritt inklusive Social Media und Website.

 

Ausbildung-Personaldienstleistungskauffrau---TINTSCHL-AG_opt

Anna-Lisa rekrutiert nicht nur Fachkräfte, sondern betreut auch unsere Mitarbeiter als erste Ansprechpartnerin. Dabei ist sie zuständig für die Leistungen, die den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Tintschl über Entgelt und Lohn hinaus zukommen, sowie die Betreuung der internen Reisestelle.

 

Ausbildung-Personaldienstleistungskaufmann--TINTSCHL-AG--opt

 
Philipp arbeitet in unserem Vertrieb. Zu seinen Aufgaben gehört es Kundenanfragen zu bearbeiten, passendes Personal bereitzustellen und Angebote zu schreiben. Darüber hinaus betreut er die ihm zugeteilten Mitarbeiter.

 

Die Ausbildung öffnet die Tür zu sehr vielen unterschiedlichen Aufgabengebieten. Entsprechend breit aufgestellt sind Personaldienstleistungskaufleute in Sachen Skills: Zum breit angelegten Kompetenzprofil gehören Kommunikationsfähigkeit und ausgeprägtes Organisationstalent. Neben einem souveränen Umgang mit Zahlen und kaufmännischem Denken, benötigen Personaldienstleistungskaufleute aber auch ein gutes Gespür für Zwischenmenschliches.

 


Ausbildung und Weiterbildung zum/zur Personaldienstleistungskaufmann/-frau

Die Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann/-frau dauert im Regelfall drei Jahre, bei guter Vorqualifikation und guten Leistungen kann sie bis auf zwei Jahre verkürzt werden. Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung nicht erforderlich, jedoch finden Abiturienten etwas leichter einen Ausbildungsplatz. Freie Ausbildungsplätze bieten z. B. Personaldienstleistungsunternehmen oder Personalabteilungen größerer Unternehmen an.

Die Azubis durchlaufen das duale System, d. h. sie lernen zu einem Teil im Ausbildungsbetrieb, zum anderen in der Berufsschule, wo ihnen alle notwendigen theoretischen Kenntnisse des Personalwesens und der Personalwirtschaft vermittelt werden.

Berufstätige, die sich weiterqualifizieren wollen, können z.B. über die IHK eine nebenberufliche Ausbildung bzw. Weiterbildung zum Personaldienstleistungskaufmann bzw. zur Personaldienstleistungskauffrau absolvieren.

Einsatzmöglichkeiten, Gehalt und Perspektiven: durchweg gut!

Personaldienstleistungskaufleute arbeiten vorrangig bei Personaldienstleistungs- und Personalberatungsunternehmen, in Personalabteilungen größerer Unternehmen oder auch in den Bundesarbeitsagenturen. Da sie in Unternehmen jeder Branche gebraucht werden, gibt es für Vertreter dieses Berufs sehr viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten - meist bei einem guten Gehalt.

Die Einstellungschancen für Personaldienstleistungskaufleute sind hervorragend, vor allem für Hochschulabsolventen. Aber auch Nichtakademiker haben, wenn sie engagiert und persönlich gut geeignet sind, sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten auch in leitende Positionen. Da diesen spezialisierten Dienstleistern häufig sehr viel Verantwortung übertragen wird, die die meisten Unternehmen entsprechend hoch vergüten, verdienen viele Personaldienstleistungskaufleute überdurchschnittlich gut.

Qualifiziertes Personal wird auch in Zukunft immer gesucht. Deshalb ist der Job des/der Personaldienstleistungskaufmanns/frau nahezu krisensicher. Die Ausbildung zum spezialisierten Personaldienstleister bietet somit auch eine hervorragend Zukunftsperspektive.

Aktuell suchen wir bei Tintschl wieder neue Auszubildende als Personaldienstleistungskaufmann/-frau 

Jetzt Azubi bei TINTSCHL werden

 




Themen: Bewerber


Neuste Beiträge

Jobportrait Zerspanungsmechaniker

read more

KI im Bewerbungsaspekt

read more

Personal für die Zukunft: Wie Luft- und Raumfahrtunternehmen Fachkräfte gewinnen

read more