Jobportrait: Ausbildung Personaldienstleistungskaufmann / -frau.

verfasst von Andreas Fuchs - 25.05.2018

Qualifiziertes und engagiertes Personal auszuwählen und zu betreuen war bisher vor allem die Aufgabe der Personalabteilung eines Unternehmens. Insbesondere, wenn man sich den anhaltenden Trend des Fachkräftemangels vor Augen hält wird klar, dass diese Aufgabe häufig vor allem mittelständische Unternehmen zunehmend überfordert.

Ausbildung Personaldienstleistungskaufmann

Personaldienstleistungskaufleute rekrutieren die Fachkräfte von Morgen!

Viele Unternehmen vertrauen daher auf die Vermittlungsarbeit von spezialisierten Agenturen, sog. Personaldienstleistern. Vermittlungsagenturen wie TINTSCHL verfügen über große Datenpools mit Bewerberprofilen und gleichen diese mit den Anforderungen offener Stellen von dutzenden Unternehmen der verschiedensten Branchen ab. Auf diese Weise findet jeder Topf seinen Deckel, sprich: Jedes Projekt seine Fachkraft, jede freie Vakanz ihre Top-Besetzung.

Die Methoden zur Rekrutierung von fähigen Mitarbeitern haben sich also gewandelt und ein neues eigenständiges Berufsbild geschaffen: Den Personaldienstleistungskaufmann – Die Personaldienstleistungskauffrau.

Personaldienstleistungskaufmann / -frau Aufgabengebiete

Hinter dieser etwas sperrigen Bezeichnung verbirgt sich ein noch recht neuer Ausbildungsberuf, tatsächlich haben die ersten Absolventen erst im Jahr 2010 ihre zwei- bis dreijährige Ausbildung abgeschlossen. Welche Tätigkeiten gehören also zu diesem Berufsbild und inwieweit unterscheidet es sich von der klassischen Arbeitsweise einer Personalabteilung?

Zunächst beinhaltet die Ausbildung natürlich alle Aspekte der Personalgewinnung, dazu zählen zum Beispiel das Verfassen von Stellenanzeigen und dass Führen von Bewerbungsgesprächen. Das Themenfeld Personaleinsatz umfasst dann weiterführende Aufgabenbereiche, wie das Führen von Feedbackgesprächen, die Planung von Schulungen oder das Verfassen von Lohnabrechnungen. Im Normalfall dauert die Ausbildung drei Jahre, bei besonders guten Leistungen kann dieser Zeitraum auch auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden.

Die Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann erfolgt dual. Das bedeutet, dass neben der innerbetrieblichen praktischen Wissensvermittlung auch Unterricht an der Berufsschule stattfindet. Dieser kann entweder an ein oder zwei Tagen innerhalb der Woche oder als Blogunterricht absolviert werden. Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung zwar nicht gefordert, in der Praxis haben Abiturienten allerdings die besten Chancen, die Quote liegt hier bei 55%.

Hier finden Sie hilfreicheTipps und Vorlagen für Ihre Bewerbung:

Ausbildung Personaldienstleistungskaufmann / -frau

Das erste Ausbildungsjahr beinhaltet hauptsächliche Aspekte der Personalbearbeitung, also beispielsweise das Anlegen und Führen von Personalakten aber auch bereits erste Einblicke in die Personalgewinnung.
Im darauffolgenden Jahr wird der Umgang mit Personalangelegenheiten dann vertieft. Sie lernen, wie Sie Verträge aufsetzen und den Personaleinsatz vorbereiten. Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt auch die Zwischenprüfung.

Die Führung und Förderung von Personal sind schließlich die Kernbereiche des letzten Ausbildungsjahres. Bis zu diesem Zeitpunkt ist das theoretische Fachwissen bereits auf ein akademisches Niveau angewachsen. Die Abschlussprüfung umfasst daher, neben einem Fachgespräch über einen Musterfall auch eine schriftliche Arbeit.

Die Einstellungschancen für Personaldienstleistungskaufleute sind hervorragend, auch wenn Hochschulabsolventen hier einen gewissen Vorteil haben. Fleiß und Engagement ermöglichen Personaldienstleitungskauffrauen und -männern sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten, ausdrücklich auch in leitende Positionen.

Der wesentlichste Unterschied zu einer normalen Personaler-Tätigkeit liegt in der zweiseitigen Interessensvertretung: Der des Unternehmens und der des Bewerbers. Als Personaldienstleistungskaufmann ist es Ihre Aufgabe, von der Erstellung einer möglichst präzisen Stellenausschreibung bis zur Betreuung des passenden Kandidaten während seines Bewerbungsprozesses alle Fäden in der Hand zu halten. Ihr Aufgabenbereich wächst dabei mit Ihrer Erfahrung, ebenso wie Ihre Verdienstmöglichkeiten.

Fazit:

Als Personaldienstleistungskaufmann / -frau übernehmen Sie eine große Verantwortung, die von Unternehmen auch überdurchschnittlich hoch vergütet wird. Erst einmal im Betrieb haben Sie hervorragende Aufstiegsmöglichkeiten und einen nahezu krisensicheren Job. Wechseln Sie auf die andere Seite des Bewerbungs-Tisches – Vielleicht sogar bei TINTSCHL?

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Topics: Bewerber


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