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Job mit Präzision: Der KFZ-Lackierer

Geschrieben von Markus Mayr | 15.08.2017 05:52:00

Seit der Jahrtausendwende werden in Deutschland durchschnittlich 5 Millionen Autos pro Jahr produziert. Und der PKW zählt weiterhin zu den Lieblingsspielzeugen der Deutschen, für dessen Pflege und Instandhaltung viel Freizeit geopfert wird. Wer kennt nicht die Warteschlange vor der Waschanlage, wo die Autos von innen und außen liebevoll gereinigt und poliert werden. Im Produktionsprozess ist es unter anderem die Aufgabe des KFZ-Lackierers für eine einwandfreie Optik der Fahrzeuge zu sorgen. Wir wollen Ihnen heute den Beruf des KFZ-Lackierers näher vorstellen.

Der Arbeitsbereich des KFZ-Lackierers

Der KFZ-Lackierer ist für sämtliche Oberflächen der Fahrzeuge verantwortlich. Doch bevor es überhaupt zum eigentlichen Lackieren kommt, müssen erst einmal diverse Vorbereitungsmaßnahmen erledigt werden. Die zu lackierenden Untergründe müssen durch Schleifen von Unebenheiten befreit werden. Vor der Grundierung der Karosserieteile, müssen diese gereinigt werden, um später Lackeinschlüsse oder sonstige Unreinheiten zu vermeiden. Da jeder Fahrzeughersteller seine eigene Farbpalette besitzt, müssen die Lacke analysiert und anschließend mit Präzision gemischt werden. Nachdem die einzelnen Lackschichten aufgetragen wurden, muss der Lack noch konserviert werden, damit er im täglichen Gebrauch des PKWs widerstandsfähiger ist. Damit aber noch nicht genug, zum Aufgabengebiet des KFZ-Lackierers zählt außerdem auch das Auftragen von Design- und Effektlackierungen oder das Anbringen von Beschriftungen.

Genauigkeit und Präzision als oberstes Gebot

Der KFZ-Lackierer braucht nicht nur ein gutes Auge, sondern muss immer äußerst sorgfältig und präzise arbeiten. Geschicklichkeit und eine gute Auge-Hand-Koordination, beispielsweise beim Umgang mit der Spritzpistole, sind genauso erforderlich wie Kreativität und Sinn für Ästhetik. Denn auch das Entwerfen und Aufbringen von Verzierungen oder Werbelackierungen, für die oftmals auch das Airbrush-Verfahren genutzt wird, fallen in den Aufgabenbereich des KFZ-Lackierers. Auch ein technisches Verständnis ist beim Umgang mit Spritzlackiergeräten oder beim Mischen der Lacke erforderlich.

KFZ-Lackierer als Ausbildungsberuf

Die Ausbildung zum KFZ-Lackierer erfolgt im dualen System (Berufsschule und Betrieb) und dauert 3 Jahre. Während im Betrieb die praktischen Tätigkeiten des Berufes erlernt werden, wird durch die Berufsschule das entsprechende theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Nach der Ausbildung gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um als Lackierer zu arbeiten oder die Karriereleiter weiter nach oben zu klettern. Die typischen Einsatzgebiete des KFZ-Lackierers sind:

  • Fachwerkstätten
  • Unternehmen des Fahrzeugbaus
  • Werkslackierereien (z.B. im Maschinen und Anlagenbau)
  • Boots- und Yachtbau
  • Luft- und Raumfahrzeugbau

Die Weiterbildung zum Maler- und Lackierermeister oder zum Techniker für Farb- und Lacktechnik bietet ein großes Anwendungsfeld. Ein anschließendes Studium in den Bereichen Verfahrenstechnik oder Chemieingenieurwesen ist ebenfalls möglich.

Wenn Sie mehr über die Rolle der Personaldienstleister im Beriech Automotive erfahren möchten, dann lesen Sie diesen Blogartikel!

Zusammenfassung: Der Beruf des KFZ-Lackierers

Kreativität, Geschicklichkeit und Präzision – der KFZ-Lackierer wird diesen Anforderungen nicht nur gerecht, sondern sie sind sein täglicher Anspruch und auch die tägliche Herausforderung. Damit der PKW, das Lieblingsspielzeug der Deutschen, auch weiterhin makellos hergestellt und nach Unfällen instandgesetzt werden kann, bedarf es einen professionellen KFZ-Lackierer. Denn nur er verfügt über das entsprechende Wissen und die Fähigkeiten, die zu bearbeitenden Oberflächen vorzubereiten, die Lacke zu mischen und aufzutragen, damit die Deutschen am Wochenende weiterhin ihr Auto liebevoll pflegen und polieren können.