Konstrukteur (m/w): Berufsbild, Tätigkeiten, Ausbildung.

verfasst von Andreas Fuchs - 13.02.2018

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„Dem Ingenieur ist nichts zu schwer!“, sagt man und meint damit vor allem den Konstrukteur. Denn auf dem Weg von der Idee über den Entwurf bis zur fertigen Konstruktionszeichnung ist eine Menge Fachwissen und Vorstellungsvermögen gefragt. Was den Job des Konstrukteurs so besonders macht, erfahren Sie im Blogbeitrag.

Konstrukteure erschaffen Neues – durch Know-how und Kreativität

Der Begriff Konstrukteur ist in Deutschland nicht geschützt, de facto meint man in Stellenausschreibungen aber einen Geprüften Konstrukteur nach dem Berufsbildungsgesetz. Bei diesem Titel handelt es sich um einen staatlich anerkannten beruflichen Abschluss. Behalten Sie dies im Hinterkopf, wenn im Folgenden schlicht vom Konstrukteur und seinen Tätigkeiten die Rede ist.

Tätigkeiten des Konstrukteurs

Nur die allerwenigsten und meist auch nur die erfahrensten Konstrukteure entwerfen komplette Maschinen oder Produkte im Alleingang. In den meisten Fällen sind sie Teil eines Teams in einem Ingenieurs- oder Planungsbüro oder der Konstruktionsabteilung eines Unternehmens.

Zu den Aufgaben eines Konstrukteurs zählen neben der Anfertigung von Entwürfen vor allem auch Berechnungen zu den diversen Teilkomponenten eines Produkts (einer Maschine, eines Gebäudes usw.). Nicht zuletzt fließen auch wirtschaftliche Überlegungen in den Konstruktionsprozess mit ein. Der Job des Konstrukteurs ist also äußerst vielschichtig.

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Wesentliche Tätigkeiten eines Konstrukteurs: 

  • Erstellung von 2D-Entwürfen mithilfe von CAD-Programmen, wie AutoCAD
  • Erstellung von 3D-Modellen mithilfe der entsprechenden Software
  • Berechnung der Statik, beispielsweise mit Solid Edge
  • Bestimmung der Werkstoffe
  • Auslegen der Bauteile
  • Überprüfen der technischen Zeichnungen
  • Anlegen von Stücklisten 

Bereits die hier genannten Aufgaben veranschaulichen, dass man als Konstrukteur über ein hohes Maß an Qualifikation verfügen muss. Der Weg dahin ist allerdings variantenreicher, als man zunächst vermuten mag.

Die Ausbildung: Erfahrener Ingenieur oder ausgebildete Fachkraft? 

Beide Wege führen ans Ziel! Eine direkte Ausbildung zum Konstrukteur existiert in Deutschland nicht. Die Bezeichnung Geprüfter Konstrukteur ist eine Zusatzqualifikation, die auf eine vorhandene Ausbildung aufbaut.

Ingenieure und Techniker der entsprechenden Fachbereiche dürfen auch ohne Prüfung selbstständig als Konstrukteure arbeiten. Doch auch bei ihnen wird in vielen Fällen eine langjährige Berufserfahrung vorausgesetzt.

Zur Prüfung zugelassen wird, wer eine der folgenden Berufsausbildungen erfolgreich absolviert hat:

  • Technischer Systemplaner
  • Technischer Produktdesigner
  • Technischer Zeichner

Ebenfalls zugelassen werden die Träger eines anerkannten Ausbildungsberufs nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung, welcher den Metall-, Elektro- oder Holzberufen zuzuordnen ist, sofern sie über einschlägige Berufserfahrung verfügen, die dem Konstruktionsberuf dienlich ist.

Zur Prüfung zugelassen wird auch, wer bereits über eine mindestens siebenjährige Berufspraxis im Konstruktionsbereich oder in einem Metall-, Elektro- oder Holzberuf verfügt, die bestätigt, dass man für die Weiterqualifikation zum Geprüften Konstrukteur geeignet ist.

Schließlich kann auch die Vorlage von Zeugnissen oder die glaubhafte Angabe sonstiger Qualifizierungsgründe zur Prüfungszulassung führen.

Fazit: Konstrukteur – ein Job für Möglichmacher

Dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, gilt insbesondere für den Bildungsweg des Konstrukteurs. Doch die vielseitigen und herausfordernden Tätigkeiten dieses Berufs lohnen den Aufwand. Eine Qualifikation zum Geprüften Konstrukteur steigert auch die Gehaltserwartungen deutlich und bietet durch immer neue Projekte reichlich Abwechslung. Vor allem für Maschinenbauer bietet diese Fortbildung eine naheliegende und lohnenswerte Karrierechance. 

Job Konstrukteur

Topics: Bewerber


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