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Bewerbung: Diese Punkte gehören in einen Lebenslauf

von Andreas Fuchs am August 30, 2017

Der Lebenslauf ist neben dem Anschreiben das wichtigste Element in Ihrer Bewerbung. Inhalt und Gestaltung dieses Dokuments entscheiden darüber, ob es zu einem Vorstellungsgespräch kommt oder nicht. Das Ziel haben Sie erreicht, wenn Ihr Lebenslauf prägnant und in sich schlüssig aufgebaut ist. Hier lesen Sie, welche Angaben Sie dabei nicht vergessen sollten.

Beitragsbild Lebenslauf.jpg

Gestalterische und inhaltliche Aspekte des Lebenslaufs

Kürze und Klarheit sind bei der Darstellung Ihrer schulischen und beruflichen Stationen das A und O. Sie sollten sich dabei auf eine bis maximal drei Seiten beschränken. Informationen müssen dem Betrachter sofort ins Auge stechen, sodass in keinem Moment Irritation entsteht. Stellen Sie daher sicher, dass Ihr Lebenslauf keinerlei Lücken aufweist.

Umfragen zufolge ist für 90 Prozent der Personalverantwortlichen die Analyse des Lebenslaufs das entscheidende Auswahlkriterium.

Jeder Job ist anders. Deshalb muss der Lebenslauf genau wie das Anschreiben bei jeder neuen Bewerbung angepasst werden. Er ist nicht recyclebar! Schließlich soll der Lebenslauf hervorheben, dass Sie genau auf das Anforderungsprofil der angebotenen Stelle passen. Sie können andere Stärken in den Fokus rücken oder die Schwerpunkte Ihres Studiums leicht anpassen. Seien Sie hierbei aber stets ehrlich! Jede Flunkerei kann Ihnen spätestens im Vorstellungsgespräch zum Verhängnis werden.

Die verschiedenen Gliederungsvarianten im Überblick

Sie haben viele Möglichkeiten, wie Sie sich mit Ihrer Bewerbung präsentieren können. Beachten Sie bei der Selbstdarstellung, welche Lebenslauf-Varianten sich für das Stellenprofil eignen. Falls Sie bspw. eine Anstellung als Werbetexter anstreben, könnten Sie den Lebenslauf wie einen reißerischen Werbetext gestalten.

Am häufigsten fällt die Wahl aber auf die klassische, chronologische Variante. Und das auch völlig zu Recht, denn die tabellarische Darstellung verschafft dem potenziellen Arbeitgeber innerhalb kürzester Zeit einen Überblick des Werdegangs. Dabei sollten Sie die wichtigsten Eckdaten der Zeitfolge nach auflisten – von den einzelnen Stationen der Schulbildung bis hin zur aktuellen Tätigkeit.

Die chronologische Variante unterteilt sich wiederum in zwei Formen:

  1. Französische- bzw. Amerikanische-Form: Die Aufzählung beginnt mit der aktuellen Beschäftigung und geht anschließend auf der Zeitachse zurück. Sie ist auch die modernere Variante und wird mittlerweile mehr praktiziert.
  2. Klassische- bzw. Deutsche-Form: Hier verhält es sich genau umgekehrt. Die Aufzählung beginnt mit den ersten schulischen Stationen und endet bspw. mit einem Master of Engineering. Diese Darstellungsart gilt eher als veraltet.

Angaben zu Ihrer Person, die Sie nicht verschweigen sollten …

Erfassen Sie wirklich alle wichtigen Eckdaten und Stationen und gehen Sie dabei auch auf bestimmte Schwerpunkte in Ausbildung, Studium und Beruf ein, sofern Sie diese zusätzlich für den Job interessant machen.

Diese Bestandteile sollten in einem Lebenslauf enthalten sein:

1. Persönliche Daten

• Vor- und Nachname
• Kontakt (Anschrift, Telefon-Nr.)
• Geburtsdatum und -ort

In der Regel sollten Sie sich bei jeder der optionalen Angaben wie Religions- oder Staatsangehörigkeit fragen, welches Bild Sie damit beim Personalverantwortlichen abgeben. Bevor Sie also bei Familienstand „geschieden“ angeben, halten Sie diesen Punkt lieber raus. 

2. Berufstätigkeit (mögliche Abfolge)

• Art der Berufsausbildung
• Ausbildungsfirma (mit Ortsangabe)
• Abschluss/Berufsbezeichnung

• Anschließende Position im Betrieb (evtl. Kurzbeschreibung)
• Arbeitgeber (Orte und Zeitangaben)

3. Berufliche Weiterbildung

Hier können Sie absolvierte Praktika sowie interne und externe Schulungen aufführen. Die Schulung oder das Praktikum sollte natürlich für die Stelle, auf die Sie sich bewerben, relevant sein.

4. Schulische Ausbildung und Studium

• Besuchte Schulen
• Schulabschlüsse (Zeitangabe in Jahren)
• Fachrichtungen

• Universität und sonstige Hochschulabschlüsse
• Ggf. Schwerpunkte
• Ggf. Thema der Examensarbeit/Promotion

5. Außerberufliche Weiterbildung

Unter diesem Punkt können Sie für den Job wertvolle Weiterbildungsmaßnahmen erwähnen, die Sie auf eigene Faust bestritten haben. Das könnte ein dreiwöchiger Französischkurs sein, wenn Sie bspw. in einem internationalen Konzern tätig sein möchten. Was Sie nicht erwähnen sollten, sind Kochkurse oder Esoterikseminare. Außer natürlich Sie bewerben sich als Koch bzw. Kartenleser.

6. Besondere Kenntnisse

Diese Sektion sollte keinesfalls fehlen, denn mit kleinen Zusatzqualifikationen können Sie aus der Masse hervorstechen. Egal ob Fremdsprachen, EDV-Kenntnisse, Führerscheine oder sonstige Qualifikationen – wenn Sie einen Bezug zum angestrebten Berufsziel haben, packen Sie es in den Lebenslauf!

7. Hobbys/Interessen und ehrenamtliches Engagement

Was wir in unserer Freizeit tun, sagt einiges über uns und auch unser Berufsleben aus. Wie können Sie sich hier interessant machen und sich von anderen Bewerbern abheben? Denken Sie dabei immer an die Außenansicht! Ein Auslandsbesuch könnte für Aufgeschlossenheit stehen, Sportaktivitäten für soziale Kompetenz und ehrenamtliches Engagement für Hilfsbereitschaft. 

8. Das Bewerbungsfoto

Ein professionelles Portraitfoto können Sie oben rechts auf Ihrem Lebenslauf anbringen. Bei der klassischen Variante per Post aufgeklebt oder in den E-Mail-Anlagen digital eingefügt. Optional können Sie das Bewerbungsfoto auch auf dem Deckblatt platzieren.

Sie sind bereit, Ihren Lebenslauf mit Inhalten zu füllen? Gut, dann sichern Sie sich jetzt unsere gratis Bewerbungsvorlagen. Der Lebenslauf ist übersichtlich strukturiert und Sie können Ihn einfach in Microsoft Office (Word) bearbeiten.

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Topics: Personaldienstleistung, Jobs